7 SEO-Fehler, die Sie möglicherweise machen (und wie man sie vermeidet)

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Vor kurzem erklärte der weltberühmte SEO-Experte, Berater und Bestseller-Autor Stephan Spencer zusammen mit seiner nicht weniger bekannten Tochter Chloe Spencer bei  BlogHer17, wie man Suchalgorithmen bezwingen kann. Und da wir inspiriert von einem Vortrag des erfolgreichen Online-Unternehmers und Digital-Marketers Syed Balkhi bei Social Media Marketing World bereits mehrere Blog-Posts darüber verfasst haben, wie Sie Traffic auf Ihre Seite holen, knüpfen wir nun mit hervorragenden Tipps zur SEO-Praxis von den Spencers daran an. Diese Hinweise lassen sich so einfach umsetzen, dass man für ihre Anwendung wirklich kein "Techie" sein muss. Den Anfang macht dieser Blog-Post über häufige SEO-Fehler und wie man sie vermeidet.

Wer glaubt, dass SEO bedeutet, einfach ausreichend Keywords in Content, URLs und Backend-Daten unterzubringen sowie die eigene Seite mit haufenweise Tags und doppelten Inhalten zu beladen – weil mehr mehr ist – der befindet sich auf dem Holzweg und begeht bereits einige grundlegende SEO-Fehler. Die gute Nachricht lautet, dass diese Fehler sich ziemlich einfach beheben lassen. Auch wenn Sie nicht über großes technisches Wissen verfügen.

In ihrem Vortrag "SEO: Conquering Search Engine Algorithms" gehen Stephan Spencer und seine Tocher Chloe Spencer auf die folgenden sieben und größten SEO-Fehler ein, die üblicherweise von Seiteninhabern begangen werden. Dazu liefern sie einfach umsetzbare Tipps zur sofortigen Behebung und bessere organische Suchergebnisse.

1) Weg mit den Seiten-Tags!

Das Taggen von Seiten galt vormals als zuverlässige SEO-Maßnahme, da sowohl Menschen wie Suchmaschinen dadurch Inhalte klassifizieren konnten. Inzwischen haben Seiten-Tags jedoch nicht nur keinen Wert mehr für Google, sondern verwirren die Suchmaschine sogar, da in ihnen noch einmal aufgegriffen wird, was bereits Kategorien, Post-Archive und sogar Ihre Startseite aussagen, sofern Sie dort Ihre neusten Posts anzeigen lassen. Wenn Sie also einen Blog-Post oder eine neue Seite erstellen und mit dem Gedanken spielen, Tags einzufügen, denken Sie an Stephans Rat und widerstehen Sie dem Bedürfnis – selbst wenn es die allerbesten Keywords für Ihre Seite sind und sie ganz sicher hilfreich wären.

Verwenden Sie stattdessen Kategorien, um Ihre Posts zuzuordnen. Und seien Sie beim Benennen der Kategorien nicht zu kurzsichtig oder verspielt: Wählen Sie klare Worte, die wirklich zu Ihrer Nische passen. Das Ziel muss sein, Ihre Kategorien um die Posts herum anzulegen, die Ihren Lesern am besten gefallen – und um die Suchworte und Phrasen, mit denen Ihre Seite gefunden wird. Schlussendlich benötigt man keine Unmengen an Kategorien – begnügen Sie sich mit den Themen, über die Sie am regelmäßigsten schreiben.

Falls Sie weiterhin Tags verwenden wollen, richten Sie Ihre Seite so ein, dass sie sie nicht indiziert. Wenn Sie WordPress nutzen, lässt sich das ganz einfach mit Yoast’s SEO Plugin bewerkstelligen. Setzen Sie die Tags einfach auf "no index".

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Experten-Tipp: Falls Sie grundsätzlich viele Tags eingesetzt haben und jetzt wissen wollen, wie viele getaggte Seiten mit eher dünnem Content Sie in Ihren Suchergebnissen haben, geben Sie einfach Folgendes in die Google-Suche ein:

site:yourdomainname.com (Achtung: Kein Leerzeichen zwischen dem Doppelpunkt und "site" oder Ihrem Domain-Namen.)

Prüfen Sie die Ergebnisse auf Einträge, die irgendein Keyword enthalten, durch das die Nutzer auf eine Seite ohne besonders reichhaltigen oder starken Inhalt geführt werden. Rufen Sie anschließend die entsprechende Seite oder Post auf und entfernen Sie die Tags. Wenn Sie sie unbedingt behalten wollen, setzen Sie die Seite auf “noindex”. Lassen Sie Google danach etwas Zeit zum Aktualisieren.

2) Entfernen Sie datumsbasierte Archive.

Die meisten Blogs archivieren Posts automatisch nach Datum. Auch wenn das auf den ersten Blick schlüssig erscheint, stellt dies für jeden, der an Ihrem Content interessiert ist eine Barriere dar. Denn niemand sucht Blog-Posts nach Datum. Menschen suchen Posts über Themen oder Keywords, die sie interessieren. Wenn Inhalte nach Daten strukturiert sind, hält Google sie für "dünn", was zu niedrigeren Rankings in der organischen Suche führt. Wenn Sie praktische Gründe für die Archivierung nach Datum haben, indizieren Sie diese Posts nicht.

3) Schreiben Sie bessere Seitentitel.

Den Spencers zufolge ist das Title-Tag eines der wichtigsten Elemente für Ihre On-Page SEO. Es handelt sich dabei um den zentralen Ort für die Platzierung Ihrer Seiten-Keywords. Title-Tags sind die Titel-Attribute im Kopfteil Ihrer HTML oder – in einfacheren Worten – das Textfragment ganz oben in Ihrem Browser-Fenster (der Titel jedes Tabs).

Entsprechend sind Standard-Titel wie "Willkommen", "Blog" oder "Homepage" als Title-Tags sinnfrei, weil sie keinerlei Keywords enthalten. Da die Suchmaschinen-Bots, die Ihre Seite abtasten den Keywords in Ihrem Title-Tag das meiste Gewicht geben, ist es äußerst wichtig, jeden Titel mit Bedacht zu wählen. WordPress-Nutzer können ihre Title-Tags mit dem Yoast SEO-Plugin oder dem von Stephan entwickelten SEO Title Tag Plugin editieren.

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Experten-Tipp: Wählen Sie Title-Tags mit weniger als 60 Zeichen (inklusive Leerzeichen) und verwenden Sie die wichtigsten Keywords der Seite am Anfang des Tags. Der benutzerdefinierte Titel ist zwar das wichtigste zu befüllende Feld, allerdings ist auch eine gute Metadescription hilfreich, da sie meist von Google als Vorschau für die Seite oder den Post verwendet wird. Tragen Sie in dieses Feld also einen kurzen und zusammenfassenden Satz ein.

4) Verwenden Sie keine Inhalte doppelt.

Sie können Google weder hinters Licht führen, indem Sie alten Content unter einer neuen URL veröffentlichen, noch indem Sie einfach einen alten Artikel noch einmal posten. Das verwirrt die Suchmaschine und lässt Ihre eigenen Inhalte miteinander konkurrieren. Dazu setzt es Ihren Linkwert herab, da es nicht nur eine bestimmte URL gibt.

5) Sorgen Sie dafür, dass jede Seite Ihrer Webpräsenz einen Intro-Text hat.

Sobald ein User auf eine Kategorie-Seite klickt, auf der statt eines Einführungstexts eine endlose Liste der letzten Posts präsentiert wird, wertet Google den Content dieser Seite ab. Fügen Sie eine inhaltliche Einführung hinzu, die sich eindeutig auf das Thema der Seite bezieht. Das stellt Google zufrieden, da Sie Nutzern, die Ihre Inhalte suchen hochwertige Informationen anbieten.

6) Verwenden Sie Ihre eigene Domain

Wenn Sie eine URL verwenden, die vollständig Ihnen gehört, sind Sie der Besitzer des Seitennamens und Ihrer Inhalte. Sobald Sie es aus Bequemlichkeit einer dritten Partei erlauben, Teil Ihrer Blog- oder Webseiten-URL zu sein (z. B. Blogger oder Weebly), ist das nicht nur weniger professionell – es beeinflusst auch Ihre SEO. Gehen Sie den Extra-Meter und verwenden Sie einen eigenen Domain-Namen.

7) Halten Sie die URLs Ihrer Posts kompakt.

Blog-Posts übernehmen automatisch den von Ihnen gewählten Titel, um die URL zu erstellen. Wenn der Name des Posts zu lang ist, kann sich das entsprechend auf Ihre SEO auswirken. Wenn Sie also einen längeren Titel verwenden wollen, denken Sie daran, die URL zu SEO-Zwecken zu kürzen, indem Sie den Permalink bearbeiten. Versuchen Sie Titel mit fünf bis sieben Wörtern zu wählen, in denen die für den Artikel wichtigsten Keywords am Anfang stehen und unterteilen Sie sie mit Unterstrichen.

Es ist leicht, Fehler zu begehen. Sie zu beheben kann jedoch genau so einfach sein, wenn Sie Ihre Seite so nutzer- und suchmaschinenfreundlich wie möglich gestalten. Seien Sie gespannt auf weitere SEO-Experten-Tipps aus Stephan und Chloes Vortrag und Interview bei BlogHer!

Weitere Infos finden Sie hier:

7 Simple SEO Hacks for Non-Technie Bloggers (BlogHer-Post von Stephan)

The Science of SEO (Stephans Webseite)

Chloe Spencers Website