Macht Ihnen Google mit seinen Algorithmus-Updates das Leben schwer? Das können Sie tun

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Die Zugriffszahlen auf Ihre Seite über Suchmaschinen haben sich in den letzten Monaten weiter verringert?

Möglicherweise ist Ihre Seite, ohne dass Sie es wissen, den verschiedenen fortlaufenden Qualitäts-Updates von Google zum Opfer gefallen. Besonders Webseiten, die sich auf Anzeigen und Affiliate-Links stützen, leiden aus drei Gründen unter diesen Updates:

  1. Überladen mit Anzeigen (zu viele Anzeigen auf einer Seite)
  2. Aufdringliche Anzeigen (zum Beispiel Pop-Ups, Countdowns, etc.)
  3. Dünner Content / kein erkennbarer Mehrwehrt für Nutzer

In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit den ersten beiden Punkten und besonders damit, was Sie tun können, um nicht abgestraft zu werden und wie Sie sich rehabilitieren können, falls Sie das Problem bereits hatten. (Für weitere Informationen dazu, wie Sie relevante und wertvolle Inhalte erstellen, klicken Sie hier.)

Aber zuerst sollten wir uns mit der Nutzerfreundlichkeit von Anzeigen befassen...

Was also sind wenig nutzerfreundliche Anzeigen und wer entscheidet darüber?

Google definiert Nutzerfreundlichkeit von Werbeanzeigen folgendermaßen: "Die Kombination von Seitenlayout und Seitenverhalten sowie von Inhalten und Anzeigen, die Ihre Nutzer vorfinden." Dabei wird zusätzlich zwischen Mobil und Desktop unterschieden. Diese Aussage bezieht sich nicht auf textbasierte Affiliate-Links, sondern auf Banner und graphische Elemente.

Wer entscheidet, ob Anzeigen nutzerfreundlich eingesetzt werden oder nicht?

Dieser großen Frage widmet sich die Coalition for Better Ads, die Ende des Jahres 2016 als Antwort auf den zunehmenden Einsatz von Ad-Block-Software von führenden internationalen Handelsorganisationen und Unternehmen aus dem Bereich Online-Medien gegründet wurde. Aktuell zählt man stolze 35 Mitglieder, unter denen sich neben Google und Facebook auch noch diverse weitere Nachrichten- und Anzeigen-Publisher finden. Anliegen der Gruppe ist es, weltweite Standards für Technologie zu schaffen und durchzusetzen, die Anzeigen basierend auf Verbraucherrecherchen, Seitenladezeiten sowie der Anzahl der Zählpixel wertet.

In ihrer ersten Verbraucher-Umfrage befragte die Coalition for Better Ads 25.000 Teilnehmer aus Nordamerika und Europa und wertete dabei verschiedene Anzeigen danach, wie sehr diese die Nutzer störten und frustrierten. Folgende Anzeigen erwiesen sich als besonders problematisch:

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Sie finden zu jedem Typen eine Erklärung in dieser PDF-Übersicht und können auch mehr über Recherche und Methodik erfahren, die auf der Webseite angewendet wurde. Denken Sie daran, dass es sich bei den schlecht bewerteten Anzeigen um größere Grafiken handelt -- Textlinks sind offensichtlich weiterhin kein Problem.

Wieso ist das wichtig für Ihre Webseite?

Google ist Mitglied dieses Verbundes und wir haben bereits früher in diesem Jahr erlebt, wie Änderungen in seinem Algorithmus sich auf Webseiten auswirken können. Auffällig war, dass die herabgestuften Webseiten das enthielten, was als "aufdringliche Anzeigen" empfunden wurde -- ziemlich genau auf das ausgerichtet, was auf der obigen Information basierte. Google will 2018 außerdem internes Ad-Blocking für Chrome launchen, das auf den selben Kriterien basiert.

Kombiniert mit Googles Ausrichtung auf schnellere Mobilnutzung (AMP) sowie seinem Mobile-First-Index-Ansatz wird dies stark mit diesen Änderungen zusammenhängen. Wir stellen häufig fest, dass Anzeigenwerbung dritter Parteien die Seitenladezeit stark verlangsamt, während schnelle Ladezeiten immer gut für die Conversions sind.

Was können Sie tun?

Die gute Nachricht ist, dass Sie ab sofort die Regeln kennen: Keine Pop-Up-Anzeigen, keine Vollbild-Ads (vor allem keine mit Countdown) und keine Animationen sowie Sticky- oder Auto-Play-Ads. Es sollten auf gar keinen Fall mehr als 30% des Seiteninhalts aus Anzeigen bestehen.

Was aber, wenn Sie ein Werbenetzwerk verwenden und wie finden Sie heraus, ob bei Ihnen ein Problem vorliegt?

Gute Nachrichten! Google hat ein Tool herausgebracht, mit dem Sie herausfinden können, ob Ihre Seite bei zukünftigen Updates von Chrome in Gefahr ist. Darin finden Sie auch Aufschluss darüber, ob sich die Anzeigen-Qualitäts-Algorithmen der Suchmaschine auf Ihre Seite auswirken oder nicht.

Wir dürfen vorstellen: der Bericht zur Nutzerfreundlichkeit von Werbeanzeigen

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Hier können Sie mehr über den Bericht zur Nutzerfreundlichkeit von Werbeanzeigen lesen:

●      Einführung zum Bericht zur Nutzerfreundlichkeit von Werbeanzeigen

●      Bericht zur Nutzerfreundlichkeit von Werbeanzeigen aufrufen und verwenden

●      Probleme beheben und Überprüfung anfordern

●      Zur Überprüfung der Nutzerfreundlichkeit von Werbeanzeigen

Was geschieht, wenn ich das ignoriere?

Sie können nicht nur davon ausgehen, dass Ihr Traffic über Suchmaschinen sich verringert, sondern sollten sich ebenfalls im Klaren darüber sein, dass Chrome mittlerweile einen erheblichen Anteil des Webbrowser-Markts einnimmt und auch Ihre Werbeeinnahmen sich entsprechend verringern werden. Das ist dem Umstand geschuldet, dass Ihre Anzeigen-Platzierungen zunehmend für mehr Ihrer Seitenbesucher blockiert sein werden.

Empfehlungen

Falls Sie keine Zeit dazu haben, alle Informationen zu lesen, die Google für Sie bereit stellt oder Sie Ihre Webseite keiner eingehenden Prüfung zu unterziehen können, haben wir ein paar Empfehlungen für Sie, die schnell und einfach umzusetzen sind:

  1. Begrenzen Sie Zählpixel und Werbenetzwerke -- beschränken Sie sich auf ein oder zwei Netzwerke.
  2. Verwenden Sie ein etabliertes Werbenetzwerk, da diese tendenziell schnellere Anzeigen auf Ihren Seiten schalten.
  3. Verwenden Sie ausschließlich empfohlene Platzierungen und Anzeigengrößen; hier finden Sie eine gute Anleitung.
  4. Verwenden Sie ausschließlich Micro-Platzierungen (300 x 50, 300 x 250, 320 x 50, 320 x 250) für mobile App-Banner, auch für Deep-Links und um App-Downloads zu bewerben. Versuchen Sie die Verwendung ganzer Seiten zu vermeiden, wo es Ihnen möglich ist.
  5. Platzieren Sie nicht nach jedem Absatz Anzeigen -- bleiben Sie bei höchstens zwei Platzierungen.
  6. Verwenden Sie nicht unbedingt jede Art Display-Platzierung.
  7. Vermeiden Sie jegliche Art von Pop-Up- und Auto-Play-Anzeigen.

Algorithmus-Updates kommen häufig vor und die Tendenz Richtung besserer Nutzererfahrungen ist beständig -- nun ist es Zeit, zu handeln und sicherzustellen, dass Ihre Webseite über jeden Zweifel erhaben ist, wenn es um Nutzerfreundlichkeit mit Anzeigenbezug geht. Wir sind immer für Sie da und helfen Ihnen gern, am Ball zu bleiben. Wenn Sie also Fragen oder Feedback für uns haben, freuen wir uns, Ihnen zu helfen. Schicken Sie uns eine E-Mail an EPNHilfe@ebay.com.

Pete Dainty ist Bereichsleiter für Shopping Experiences & leitet den Bereich SEO bei eBay, wo sein Fokus darauf liegt, neu-strukturierte eBay-Erlebnisse für bessere Nutzererfahrung zu schaffen.