Social Media beeinflussen weniger als 1 % der Kaufentscheidungen im Internet

Heutzutage ist es kaum noch möglich, Business- oder Tech-Blogs zu lesen, ohne mit scheinbar widersprüchlichen Informationen darüber überschwemmt zu werden, welche Methoden für den Verkauf von Produkten oder für Unternehmensmarketing im Internet gut bzw. weniger gut geeignet sind. Letzte Woche haben wir über das Potenzial der sozialen Online Pinnwand Pinterest berichtet. Die Daten sprachen dafür, dass es sich lohnen würde, das wachsende soziale Netzwerk in Ihre Marketingstrategie mit einzubeziehen. Diese Woche erschien nun eine neue Studie, die den Wert sozialer Medien zu widerlegen scheint.

Wie Mashable berichtet, hat das Marktforschungsinstitut Forrester eine Studie veröffentlicht, nach der weniger als 1 % der Online-Einkäufe auf die Nutzung sozialer Medien zurückzuführen ist. Forrester hat 77.000 Transaktionen zwischen dem 1. April und dem 14. April untersucht und dabei festgestellt, dass nur ein winziger Prozentsatz auf soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Pinterest zurückzuführen war.

Bedenken Sie dabei aber, dass nicht mit absoluter Sicherheit bestimmt werden kann, inwiefern die Internetaktivitäten eines Benutzers dessen Kaufentscheidungen beeinflussen. Normalerweise wird davon ausgegangen, dass der letzte Kontaktpunkt vor einem Verkauf auch derjenige ist, dem der entsprechende Verkauf zu verdanken ist.

Für Publisher des eBay Partner Networks trifft diese Annahme jedoch nicht zu. Nehmen wir zum Beispiel an, ein Benutzer sieht einen Artikel auf Ihrer Pinterest-Seite, klickt sich zu Ihrer Website durch und besucht schließlich eBay, um den Artikel zu kaufen. eBay würde den Verkauf dem Publisher zuschreiben (und diesen dafür vergüten), ohne zu wissen, dass Pinterest bei der Vermittlung des Kaufs eine Rolle gespielt hat. Natürlich ist dies nur ein theoretisches Beispiel, aber Sie werden sicherlich verstehen, was wir damit ausdrücken wollen.

Laut Forrester sind hinter direktem Traffic organische und bezahlte Suchanfragen die wichtigsten Faktoren, die Erstbenutzer zu Käufen motivieren. 39 % der Neukundentransaktionen kommen so zustande. Forrester bezeichnet diese Benutzer als „Speerfischer“: Benutzer, die genau wissen, was sie wollen, und das Gewollte über Suchanfragen finden.

Bedenken Sie, dass es sich hierbei lediglich um eine einzelne Studie handelt. Ich denke nicht, dass wir daraus schließen sollten, dass soziale Medien unwichtig sind. In der Tat erwähnt die Forrester-Studie ausdrücklich, dass kleine Unternehmen – die nicht Bestandteil der Studie waren – beträchtliche Vorteile aus der Nutzung sozialer Medien ziehen können. Offensichtlich ist ein ausgewogener Marketingmix der Schlüssel zum Erfolg. Wenn Sie Suchanfragen, E-Mail, soziale Medien und andere Mittel einsetzen, decken Sie alle wichtigen Bereiche ab und stellen sicher, dass Ihre Botschaft die richtigen Adressaten erreicht.

Ich bin sicher, dass es zu diesem Thema die unterschiedlichsten Meinungen gibt. Wir würden uns daher freuen, wenn Sie uns Ihre persönliche Meinung mitteilen würden. Bitte verwenden Sie hierzu das Kommentarfeld unten.