Erfolgsgeschichten von Publishern: ProperSmart

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Vor kurzem hatten wir Gelegenheit, ein Gespräch mit Rick Harris von ProperSmart zu führen. Er betreibt die Shopping-Portale „Offer of the Day“ (UK) und „Deal of the Day“ (USA) und gehört schon seit langem zu unseren Partnern. Auf diesen Websites finden Besucher mithilfe von einfach verwendbaren Filterkategorien die neuesten und besten Schnäppchen im Internet. Wie lange arbeitest du schon mit ePN zusammen und was hat dich zu ePN geführt? Wir sind mittlerweile schon seit 5 Jahren bei ePN. Es ist mir ursprünglich gar nicht in den Sinn gekommen, dass man eBay auch als „Shop“ bewerben kann. Was mich dann aber vor allem überzeugt hat, waren die Outlets, die praktisch wie Shops betrieben werden. Darum war es einfach, sie unter die anderen Shops einzuordnen. Durch die Sofort-Kaufen-Option funktioniert eBay wie ein Einzelhändler und passt darum gut zu unseren anderen Empfehlungen.

Welche Tools verwendest du? Hauptsächlich die API und die Feeds mit den Wow! Angeboten des Tages. Die API ist ganz klar die nützlichste Komponente. Sie empfiehlt gute Keywords für die Website. Außerdem korrigiert sie Suchbegriffe automatisch und macht Verbesserungsvorschläge. Das ist ungeheuer nützlich. Auch der Support für Banner ist bei eBay besonders effektiv, da sich die angezeigten Banner nach den vorhandenen Keywords richten und nicht einfach nur wahllos angezeigt werden. Individuelle Banner sind extrem wichtig. Generell stellen wir fest, dass unpersönliche Banner nichts bringen, denn irgendwann werden die Kunden „bannerblind“. Man muss also genau darauf achten, dass die Banner direkt zum Inhalt passen.

Welche Methoden setzt du ein, um Traffic zu generieren? Suchmaschinenoptimierung ist bei uns eher von geringer Bedeutung. Ein Großteil unseres Traffics entsteht durch zurückkehrenden Traffic. Auch das Erstellen von Links wird bei uns eher kleingeschrieben. Wir konzentrieren uns stattdessen auf die Website. Eine große Rolle spielt Kundentreue. Wir haben einen Fragebogen für Kunden auf der Website, mit dem wir herausfinden möchten, wie unsere Kunden auf die Website gestoßen sind. „Empfehlung eines Freundes“ ist dabei die häufigste Antwort.

Wodurch hebt sich deine Website von anderen ähnlichen Websites ab? Bei uns gibt es ständig neue Schnäppchen und man findet immer wieder Neues. Bereits nach einer halben Stunde hat sich viel geändert. Ein wichtiger Faktor ist auch die Genauigkeit der Website. Wir setzen zum großen Teil unsere eigene Technologie ein, anstatt uns auf die Technologie von Dritten zu verlassen, bei der wir nie sicher sein können, dass alles immer auf dem neuesten Stand ist (eine Ausnahme ist die eBay-API, die uns genaue Einblicke erlaubt).

Was würdest du ändern, wenn du noch mal von vorne anfangen könntest? Unsere Website ist sehr arbeitsaufwändig. Wenn ich nochmal neu im Partnerprogramm anfangen könnte, würde ich mich stärker auf lokale Schnäppchen konzentrieren. Sobald das Suchprogramm eingerichtet ist, ist die Arbeit auch schon erledigt, und alles läuft wie am Schnürchen bis in alle Ewigkeit. Die Arbeit reißt nie ab, wenn Echtzeitdaten immer aktuell sein sollen. Ständig sind irgendwelche Wartungsmaßnahmen erforderlich, laufend muss irgendwas aktualisiert werden.

Du hast eine eigene Website für Mobilgeräte eingerichtet. Was sprach für diesen Ansatz, anstatt ein responsives Webdesignkonzept zu nutzen? Wir haben eine Unmenge von Split-Run-Tests für unsere Website durchgeführt und wir waren deswegen nicht zu riskanten Schritten bereit, einfach nur, um ein responsives Design zu nutzen. Ich kenne einige gut bekannte Shops, die sich für ein responsives Webdesign entschieden haben und damit ganz schön auf die Nase gefallen sind.

Wie wichtig ist es, auf Kundensegmente einzugehen? Wir protokollieren alles, wonach unsere Nutzer suchen, und überprüfen dann, wie viele Ergebnisse dabei herauskamen. Wenn wir auf Suchen mit einer geringen Anzahl von Ergebnissen stoßen, sehen wir uns die Sache genau an: Handelt es sich dabei möglicherweise um einen Nischenmarkt, für den wir keinen Händler haben? Oder machen unsere Nutzer einfach nur häufig vorkommende Fehler bei der Suche, beispielsweise dadurch, dass Sie nach „Dyson Hoover“, also zwei separate Marken, suchen und deswegen keinen einzigen Staubsauger finden!

Heißt das, dass Daten der Schlüssel zum Erfolg sind? Ja, und vor allem natürlich die Suchbegriffe. Wir verwenden dieselben Tracking-Mechanismen für unsere Mobil-Website. In diesem Jahr erlebten wir eine Steigerung der Zugriffe über Mobilgeräte um 45 % und im letzen Jahr waren es 34 %, also ein deutlicher Trend nach oben.

Noch andere Ratschläge? Split-Run-Tests. Auf den ersten Blick kann es so aussehen, als würde man den ganzen Prozess einfach nur verlangsamen. Aber selbst eine kleine Änderung des Texts für eine Schaltfläche kann schon die Klickrate um ein oder zwei Prozent verbessern. Die langfristigen Konsequenzen sind enorm. Das ist nichts anderes als Commonsense!

Wichtig ist natürlich auch, dass jede Seite einen bestimmten Zweck haben sollte. Man muss sich immer wieder selbst fragen: „Zu welchem nächsten Schritt möchte ich den Nutzer auf dieser Seite bewegen?“ Die Antwort sollte präzise und klar sein: „Mit der Seite verfolge ich diesen Zweck und ich möchte folgende Aktion bewirken.“ Es hat wenig Sinn, viele identische Seiten zu erstellen, die keinen richtigen Zweck haben. Wer dies beherzigt, wird auch einen positiven Effekt auf die Suchmaschinenoptimierung feststellen.

Es lohnt sich auch nicht, alles Mögliche auf einer Website für Google zu indizieren. Dadurch wird die Website verwässert und es trägt wenig zur Suchmaschinenoptimierung bei. Es ist sinnvoller, sich auf Kernseiten zu konzentrieren, die einen bestimmten Zweck erfüllen.

Vielen Dank, Rick.