HOW TO: So sorgen Sie für interessante Inhalte in Ihrem Blog

Zu den wichtigsten Marketinginstrumenten eines erfolgreichen Unternehmens gehört ein interessanter Blog. Während die Homepage wichtig ist, um Vertrauen zu schaffen und dem Unternehmen die nötige Legitimität zu verleihen, können Sie Ihrem Unternehmen mit einem Blog eine eigene Identität und eine Persönlichkeit geben.

Bei meinen Gesprächen mit Unternehmern zum Thema Blogs höre ich immer wieder dieselben drei Gründe, warum ein Blog als nicht realisierbar angesehen wird:

  1. Wir haben niemanden bei uns, der gut genug schreiben kann.
  2. Wir haben nicht genügend Ressourcen, um jemanden langfristig für den Blog abzustellen.
  3. Wir hatten es bereits mit einem Blog versucht, aber uns sind irgendwann die Ideen ausgegangen.

Ich habe diese Bedenken (und viele andere) während meiner Zeit im Online-Marketing-Business immer wieder gehört – und sie haben alle durchaus ihre Berechtigung. Wie lassen sich nun diese Hindernisse überwinden, ohne dabei die tägliche Arbeit aus dem Auge zu verlieren und Unsummen für eigens abgestellte Blog-Schreiber auszugeben?

Aber der Reihe nach …

Wir haben niemanden bei uns, der gut genug schreiben kann.

Gutes Schreiben ist eine Frage der Übung – niemand kann einfach so aus dem Handgelenk mit derselben Finesse wie ein New York Times-Journalist schreiben. Man braucht Zeit, seinen eigenen Tonfall zu finden und einen eigenen Schreibstil zu entwickeln. Und das geht nur, wenn man dran bleibt und oft schreibt. Statt in der Frühstückspause auf Nachrichtenseiten herumzusurfen, sollten Sie sich vornehmen, einige Zeit damit zu verbringen, etwas Wertvolles für Ihr Unternehmen zu verfassen. Das kann eine intelligente Twitter-Botschaft, ein Kommentar in einem Fachforum oder aber ein Facebook-Posting sein. Wir reden hier gar nicht über einen Blog-Eintrag – es sollte einfach nur irgendetwas sein, das Ihre Schreibfähigkeiten schult. Das erfordert Übung, aber ich verspreche Ihnen: Wenn Sie die Zeit investieren, werden Sie immer besser.

Wir haben nicht genügend Ressourcen, um jemanden langfristig für den Blog abzustellen.

Jedes Unternehmen leidet unter Ressourcenbeschränkungen. Sie müssen dafür sorgen, dass sich Ihre Mitarbeiter mit Aufgaben beschäftigen, die Umsatz generieren oder die die täglichen Geschäftsabläufe sicherstellen. Da ist es einfach nicht drin, jemanden extra fürs Bloggen abzustellen. Das höre ich oft und ich verstehe es auch.

Aber: Es muss gar nicht so lange dauern. Wenn man sich umschaut, könnte man den Eindruck gewinnen, dass die Artikel in einem Blog 5.000 Wörter umfassen und sich wie eine Dissertation zum jeweiligen Fachgebiet lesen müssen, um interessant zu sein. Natürlich gibt es Fälle, in denen ein so tiefschürfender Schreib- und Analysestil seine Berechtigung hat – aber doch nicht unbedingt in Ihrem Blog. Nehmen Sie einige Ihrer Lieblings-Branchenveröffentlichungen in Ihre Lesezeichenliste auf und lesen Sie täglich ein paar Artikel. Wenn einer Ihrer Artikel Sie dazu verleitet, Ihrer Meinung, Ihrem Gefühl oder Ihrer Perspektive Ausdruck zu verleihen, schreiben Sie darüber. Es ist gar nicht nötig, das Rad neu zu erfinden. Kopieren Sie einfach einen Auszug aus der ursprünglichen Quelle in Ihr Blog (natürlich mit Quellenangabe und entsprechendem Link) und schreiben Sie ein, zwei Absätze dazu, warum Sie dem ursprünglichen Posting des Verfassers zustimmen oder eben nicht. Auf diese Weise kommen Sie nicht nur schnell zu interessanten Inhalten, sondern Sie etablieren sich so auch als Autorität auf Ihrem Gebiet, indem Sie Ihre Meinung zu einem relevanten Text kundtun. Anschließend freut sich der Verfasser des ursprünglichen Artikels, dass Sie zu seinem Blog verlinken, und vielleicht gibt er auch noch einen Kommentar zu Ihrer Interpretation ab – eine echte Win-Win-Situation.

Wir hatten es bereits mit einem Blog versucht, aber uns sind irgendwann die Ideen ausgegangen.

Auch wenn das Verfassen von Kommentaren zu Artikeln anderer eine Möglichkeit darstellt, neue Ideen für Inhalte zu erhalten, ist mir klar, dass niemand von uns vor Schreibblockaden gefeit ist. Zu meinen Aufgaben hier bei eBay Partner Network gehört es, jede Woche 3 bis 6 neue Artikel für dieses Blog zu verfassen. Es kommt zwar vor, dass die Ideen nur so aus mir heraussprudeln, aber oft genug sitze ich auch mit leerem Kopf vor meinem Notebook. Wie kämpfe ich dagegen an?

Meine Lösung ist recht einfach. Ich habe stets mein iPhone dabei und wenn mich etwas oder jemand auf eine gute Idee für eine Story bringt, öffne ich die Notizen-App und notiere mir so viele Stichpunkte wie möglich. Normalerweise sind das keine ausformulierten Sätze, sondern einfach frei hingeworfene Gedankensplitter. Diese Stichpunkte werden dann für die spätere Schreibarbeit gespeichert. Auf diese Weise habe ich schon Inspirationen in Flugzeugen, auf Barhockern, auf der Straße, bei Konferenzen und selbst beim Spielen mit meiner Tochter gesammelt. So kommt es, dass ich jederzeit 10 bis 15 Ideen im Ärmel habe. Und das hat mir nicht nur einmal den Tag gerettet.

Fokussierung und Engagement

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass es kein Patentrezept für das Herangehen an Ihr Blog gibt. Es ist sicherlich nicht einfach, sich in diese Aufgabe hereinzufinden. Sie erfordert Fokussierung und Engagement seitens der höchsten Führungsebenen der Organisation. Aber ich wette mit Ihnen, dass Sie recht schnell eine deutliche Verbesserung in den Bereichen SEO-Ranking, Kundeneinbindung, Beziehungsmanagement und fachliche Anerkennung feststellen werden, wenn Sie einige der hier gegebenen Tipps befolgen und sich zwingen, Ihr geplantes Schreibpensum einzuhalten.

Uns ist viel daran gelegen, dass Sie als ePN-Partner Erfolg haben, und ich denke, dass dies eine hervorragende Möglichkeit ist, dieses Ziel zu erreichen. Ich weiß, dass unsere Community voller intelligenter Menschen ist, und mich würde Ihre Meinung dazu interessieren, welche Vorschläge Sie für das Erstellen und Pflegen eines interessanten und relevanten Blogs haben.