Wie sich im guten Glauben handelnde Publisher manchmal selbst in Schwierigkeiten bringen

Tipps für Publisher eBay Partner Network (ePN) hat, wie andere Partnernetzwerke auch, bestimmte Regeln und Grundsätze, die die Erwartungen an die Arbeit der Publisher in unserem Netzwerk festschreiben. Publisher sollen auf ihren Websites Werbung für eBay machen und Traffic an eBay senden, müssen dies aber innerhalb des eBay-eigenen Wertekanons tun und alles vermeiden, was diesen Werten widerspricht.

Mitunter passiert es, dass sich im guten Glauben handelnde Publisher, vor allem solche, die mit dem Affiliate-Marketing-Geschäft noch nicht vertraut sind, unbeabsichtigterweise selbst in Schwierigkeiten bringen. Die Fehler, die dabei begangen werden, sind häufig auf mangelnde Kenntnis unserer Regeln zurückzuführen. Daher haben wir uns gedacht, dass wir einige unserer Grundsätze, mit denen Publisher manchmal Probleme haben, noch einmal besonders herausstellen sollten, um so gerade neuen Publishern zu helfen, Schwierigkeiten gleich zu Beginn zu vermeiden. (Diese und andere Regeln und Grundsätze sind in unseren Grundsatzdokumenten, in den eBay Partner Network-Geschäftsbedingungen, in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Advertiser und im Verhaltenskodex von eBay Partner Network zu finden).

Direktes Verlinken

Der Sinn des Affiliate Marketing besteht natürlich darin, dass Publisher eBay mehr und höherwertigeren Traffic zukommen lassen, als eBay sonst erhalten würde. Dies lässt sich zum Beispiel dadurch erreichen, dass Publisher keinen Traffic von bezahlten Suchergebnissen direkt zu eBay senden, sondern dass sie Nutzer erst zu ihrer eigenen Website leiten. Aus diesem Grund ist es Publishern nicht erlaubt, Traffic direkt von bezahlten Suchergebnissen oder anderen Werbeplatzierungen aus an eBay zu senden. Wenn Sie Nutzer-Traffic von Anzeigen aus an eBay leiten möchten, sollten diese nicht direkt mit eBay, sondern mit der Website des Publishers verlinkt sein.

Verlinkung auf Verkäuferseiten 

ePN möchte, dass Publisher Traffic zuführen, der für uns neu ist. Das schließt die Weiterleitung von Nutzern aus, die bereits auf eBay sind. Mitunter denken Publisher, die auch als eBay-Verkäufer tätig sind, dass es eine gute Idee sei, beispielsweise Traffic von eigenen Angeboten weiterzuleiten. Dies ist nicht Sinn der Sache und verstößt gegen die Regeln.

Kenntlichmachung von eBay-Inhalten

Wenn Publisher eBay-Produkte durch Platzierungen auf ihrer Website bewerben, müssen sie deutlich machen, dass sämtliche gezeigten Fotos oder anderen Promotions an sich eBay-Angebote sind und dass der Nutzer zu eBay gelangt, wenn er darauf klickt. In einigen Märkten kann die Nichteinhaltung dieser Vorgabe rechtlich bedeuten, dass sich der Publisher den Content zu eigen gemacht hat und somit dafür haftet.

Sondergeschäftsmodelle

ePN stuft bestimmte Formen der Traffic-Zuführung (wie „Treue-/Bonusprogramme“, „Herunterladbare Software“, „E-Mail/Instant Messaging“, „Sonstiges“ und „Sub-Partner-Netzwerke“) als Sondergeschäftsmodelle ein (siehe Blog-Post „Best Practices für Sondergeschäftsmodelle“ vom 16. Mai). Publisher vergessen mitunter, dass es für das Zuführen von Traffic mit einem dieser Geschäftsmodelle einer vorherigen Genehmigung durch ePN bedarf. Wenn Sie also planen, eBay Traffic über eine dieser Methoden zu senden, denken Sie bitte daran, sich dies zunächst genehmigen zu lassen. Den entsprechenden Antrag können Sie über unser Online-Antragsverfahren stellen.

Nicht akzeptable Platzierungen 

Einer der Bereiche, die eigentlich problemlos sind, bei denen Publisher mitunter dennoch in Schwierigkeiten geraten, ist das Thema „nicht akzeptable Platzierungen“. ePN untersagt Platzierungen in Verbindung mit Inhalten, die wir als kontrovers ansehen. Dazu gehören nicht jugendfreie Inhalte, Waffen und diskriminierende Inhalte, um nur einige Beispiele zu nennen. Mehr Beispiele und ausführlichere Informationen dazu finden Sie in unserem Verhaltenskodex.

„Sniping“

Eine weitere Form von nicht akzeptabler Platzierung ist alles, was mit dem sogenannten „Sniping“ zu tun hat, also mit Software oder Diensten, die im Namen von eBay-Nutzern automatisch Gebote abgeben oder Sofort-Käufe tätigen.

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Nach all diesen Punkten lohnt es sich, noch einmal darauf hinzuweisen, was bei ePN jetzt alles erlaubt und sogar erwünscht ist.

Lockerung der Bestimmungen zur Domain-Inhaberschaft 

Wie bereits im Februar in diesem Blog erwähnt, gestatten wir Publishern nun, auch von Domains aus, die dem Publisher nicht gehören – z.B. sozialen Netzwerken und Blog-Websites – für ePN zu werben(siehe Blog-Post „Informationen zur Änderung der Domain-Validierung“ vom 21. Februar). Seither haben viele unserer Publisher begonnen, Werbung für eBay über Websites Dritter zu machen, und wir möchten Sie ermutigen, noch mehr als bisher von diesen neuen Kanälen Gebrauch zu machen. Denken Sie dabei aber bitte daran, dass Sie als Publisher dafür verantwortlich bleiben, dass die Nutzungsbedingungen der Drittanbieter-Websites, auf denen Sie Werbeinhalte platzieren, eingehalten werden. (Das bedeutet unter anderem, dass Sie keine Werbung über Websites machen dürfen, auf denen dies verboten ist, wie z.B. auf www.craigslist.com.)

Verwendung von Kurz-URL-Diensten

Damit unsere Publisher für ihre Werbeaktivitäten einfach auch die sozialen Netzwerke nutzen können, haben wir im Februar auch unsere Vorgaben zu Kurz-URL-Diensten gelockert. Das Verbot der Nutzung von Kurz-URL-Diensten wurde aufgehoben und unsere Publisher dürfen jetzt drei dieser Dienste (die entsprechenden Dienste von Twitter und Google sowie bitly) nutzen, um Werbung über soziale Netzwerke zu machen.

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Bestimmte Verhaltensregeln sind für das Funktionieren einer Community oder eines Netzwerks unabdingbar – aber wir bei ePN werden uns auch in Zukunft bemühen, die Zahl der bei uns geltenden Regeln auf ein unbedingt notwendiges Maß zu beschränken. Und wenn wir eine Regel aufstellen müssen, werden wir uns bemühen, diese gegenüber unserer Community so klar, verständlich und transparent wie möglich zu kommunizieren.